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Don Sphynx Katzen Berlin

Voraussetzungen zum Züchten


Wer Katzen züchten will, sollte sich diesen Schritt vorher gut überlegen. Selbstverständlich wird die Liebe zum Tier an oberster Stelle stehen. Ein Züchter muss aber auch viel Zeit und Geduld mitbringen; es reicht nicht aus, sich täglich nur ein paar Minuten um die Katzen zu kümmern.

Kenntnisse in Anatomie und ein kleines medizinisches Grundwissen sind ebenfalls unabdingbare Voraussetzungen. Wobei ich dringend davon abrate, sich stur auf die Empfehlungen der in manchen Katzen-Fachzeitschriften schreibenden selbsternannten Gurus der Naturheilkunde zu verlassen. Sicherlich sind Bachblüten in einigen Fällen, z.B. bei Nervosität der Tiere während Ausstellungen, hilfreich. Ein Züchter handelt jedoch mehr als verantwortungslos, wenn er meint, mit Naturheilmitteln den Gang zum Tierarzt und die damit verbundenen Kosten sparen zu können.

Eine dadurch verschleppte Krankheit wird letztendlich teurer und ist dem Wohlbefinden der Tiere sicherlich nicht förderlich. Auch wenn ich oft selbst erkennen kann, woran meine Katze erkrankt ist – ich bin kein ausgebildeter Veterinär und suche deshalb einen solchen auf!

Genügend Platz für die Katzen sollte ebenfalls vorhanden sein. Eine 60 qm große Wohnung eignet sich sicherlich überhaupt nicht zur Zucht; sie ist gerade mal ausreichend für ein oder zwei Tiere. Geeignet ist eine große, katzengerecht (Kratzbaum, Spielzeug usw.) hergerichtete Wohnung, in der die Tiere genügend Auslauf haben und in der sie spielen und sich auch einmal zurückziehen können.

Ein Balkon ist nicht nur für uns Menschen angenehm, auch unsere Samtpfoten lieben frische Luft. Jedoch sollte hier unbedingt auf Sicherheit geachtet werden. Schon so manche Katze ist mehrere Stockwerke tief gefallen und hat sich dabei schwer verletzt! Zweckmäßig sind hier die handelsüblichen Katzennetze, wobei die grünen am wenigsten auffallen. In den teureren sog. „unsichtbaren“ Netzen bricht sich das Licht, wodurch sie auch von weitem deutlich zu erkennen sind.

Ideal für die Katzenzucht ist ein Haus mit Garten. Dieser muss allerdings so gestaltet werden, dass die Tiere nicht unbegrenzt hinaus können (oder aber fremde Katzen hinein!). Wir haben ein Terrain von ca. 350 qm mit Bäumen, Büschen, Blumen und Rasen mittels eines elektrischen Kleingeflügelzauns abgetrennt und den Wintergarten sowie den Pavillon mit einbezogen, so dass unsere Katzen inner- und außerhalb des Hauses in die Familie integriert sind. Zwingeranlagen oder „Katerhäuser“ lehnen wir ab, weil wir grundsätzlich keins unserer Tiere von den anderen separieren wollen.

Im Grunde genommen kann und soll eine Zuchtkatze genauso gehalten werden wie jede andere Hauskatze auch. Wir machen keinen Unterschied zwischen unseren Norwegischen Waldkatzen und unserem Hauskater, zwischen Kastraten und potenten Tieren – alle erhalten dasselbe Maß an Zuwendung, sie bekommen dasselbe (hochwertige!) Futter und dieselben Leckerlis. Auch die tierärztliche Versorgung ist bei allen gleich, d.h. unser Hauskater wird ebenso oft und gegen dieselben Krankheiten geimpft wie die Norweger.

Ein gut gepolstertes Bankkonto sollte ebenfalls vorhanden sein. Entgegen der Meinung vieler Leute kann man mit der Katzenzucht – so man sie denn seriös betreibt – kein Geld verdienen, sondern legt etliche Scheine dazu. Zum Glück sind die meisten Katzen gesund und benötigen außer den jährlichen Impfungen, Wurmkuren und evtl. Flohmitteln keine weiteren tierärztlichen Maßnahmen. Aber schon eine einzige Infektion, die leider meist den gesamten Katzenbestand erfasst, kann u. U. Kosten erreichen, für die man einen Pkw der Mittelklasse (neu!) erstehen könnte.

Kenntnisse des Rassestandards wenigstens der eigenen Zuchtkatzen sind ebenfalls verlangt und selbstverständlich muss ein Züchter auch über ein Grundwissen in der Vererbungslehre verfügen. Und last but not least sollte man als Züchter nicht glauben, schon alles zu wissen. Nichts ist wichtiger als ständiges Dazulernen und Augen und Ohren offen zu halten bei Gesprächen mit anderen Züchtern, mit Tierärzten und dem Lesen von Fachliteratur. Wobei es zugegebenermaßen schwierig ist, das richtige Quentchen Kritik aufzubringen – nicht immer trifft alles Neue auch auf die eigenen Tiere zu. Die Katze ist und bleibt eben ein eigenständiges Individuum und ist mit keiner Maschine zu vergleichen, die ebenso wie alle anderen derselben Baureihe zu funktionieren hat!

Ein seriöser Züchter verbringt also viele Stunden des Tages mit seinen Katzen. Füttern, Kämmen, Säubern der Klos, Spielen, Schmusen und die Versorgung kranker oder neugeborener Tiere, das alles benötigt Zeit. Die Katzenzucht ist ein Rundum- Job und deshalb nicht oder kaum mit einer Berufstätigkeit zu verbinden. Ein verantwortungsvolles Züchterpaar wird deshalb entweder gar keinen oder getrennten Urlaub machen, denn die Katzen benötigen ständige Versorgung und Zuwendung. Und das kann man wohl kaum, auch nicht mal für zwei oder drei Wochen, einem anderen Menschen zumuten.


CATMAN  BAYERN
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